Diskussionsbeitrag aus unserer Stadtteilgruppe

Die­ter Stein­feld: Wir brau­chen eine Solar-City Bre­men in aller Kon­se­quenz des Machens!

https://gruene-bremen.de/dieter-steinfeld-wir-brauchen-eine-solar-city-bremen-in-aller-konsequenz-des-machens/

Es ist in Bre­men bekannt, dass das Stahl­werk ca. soviel CO2 aus­stößt wie der Rest der Stadt — wes­halb es in den Kli­ma-Ziel­set­zun­gen der Bre­mer Poli­tik auch immer aus­ge­nom­men wird.

Allein die Umstel­lung der bun­des­deut­schen Stahl­in­dus­trie von Hoch­öfen auf, auf Was­ser­stoff basie­ren­den Sau­er­stoff­ent­zug des Eisen­er­zes soll soviel Erneu­er­ba­re Ener­gien bean­spru­chen, wie bis­her ins­ge­samt an Wind­kraft­an­la­gen in Deutsch­land in mehr als 20 Jah­ren instal­liert wurde.

Der Ver­band der che­mi­schen Indus­trie hat ges­tern bekannt­ge­ge­ben, das sie für Ihre Zwe­cke bis zum Jahr 2050 ca. 600 Tera­watt an Strom aus Erneu­er­ba­ren Ener­gien benö­ti­gen wer­den — und den zu im Schnitt 4 Cent/kWh.

Der gesam­te Strom­ver­brauch in Deutsch­land lag 2019 bei nur 540 TWh.

Es rollt der Bedarf für die Elek­tro­mo­bi­li­tät auf uns zu. Und auch sonst in der Indus­trie soll auf Erneu­er­ba­re Ener­gien bzw. aus dar­aus her­ge­stel­len Was­ser­stoff umge­stellt werden.

Kurz­um: Es gibt einen gigan­ti­schen Bedarf an Erneu­er­ba­ren Ener­gien. Es weiss im Grund jeder — nur die aktu­el­le Bun­des­re­gie­rung negiert das bis­her in ihren Pro­gno­sen für den zukünf­ti­gen Strom­be­darf — obwohl sie doch selbst mit den Ver­bän­den spricht!

Erschüt­ternd muss man dann fest­stel­len, das in den schon letz­ten Jah­ren auf die Aus­schrei­bun­gen für Wind­kraft­an­la­gen an Land nur mar­gi­nal Gebo­te der Pro­jek­tie­rer ein­ge­gan­gen sind. Hin­ge­gen waren die Aus­schrei­bun­gen für Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen mehr­fach über­zeich­net und es wur­de nur ein klei­ner Teil der Pro­jek­te geneh­migt. Auch das ist klar auf völ­lig unzu­rei­chen­de poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen der aktu­el­len Bun­des­re­gie­rung zurück­zu­füh­ren. Der Off­shore-Wind­kraft­aus­bau wur­de um Jah­re verschleppt.

Ggü. den Spit­zen­wer­ten vor 10 jah­ren ist der Zubau an neu­en Wind- und Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen um ca. 80 % ein­ge­bro­chen — das ist schlicht ein Total­ver­sa­gen der Bun­des­re­gie­rung. Die­se Bun­des­re­gie­rung setzt sich schö­ne Zie­le zum Kli­ma­schutz bis 2030, 2040, 2050 — aber macht außer labern defac­to fast nichts. Sie haben jetzt eine Kli­ma-Uni­on gegrün­det — aber das ist nicht getra­gen von der Par­tei­spit­ze. Man streut den Wähler*innen bewusst Sand in die Augen.

Im Grun­de ist alles noch viel viel schlim­mer, wenn man sich anschaut, wel­che Bar­rie­ren es sei­tens der Bun­des­re­gie­rung gibt, die die Men­schen davon abhal­ten sol­len selbst Strom zu pro­du­zie­ren. Man den­ke an die Gewer­be­pflicht, wenn man etwas mehr an das Netz ange­bun­de­ne Solar­mo­du­le nutzt. Man den­ke an die bewuss­te Ver­hin­de­rung von Mie­ter­strom. Und vie­les mehr.

Wer sich in dem Bereich umschaut, der trifft immer häu­fi­ger auf den Begriff “Gue­ril­la-Strom­erzeu­gung”. “Gue­ril­la” kommt aus dem Spa­ni­schen und bedeu­tet eigent­lich Klein­krieg gegen gro­ße Mäch­te oder die eige­ne Regie­rung. In dem Kon­text bedeu­tet er, das es immer mehr Bür­ger gibt, die auf die Vor­ga­ben die­ser Bun­des­re­gie­rung pfeif­fen und die Ener­gie­wen­de selbst in die Hand neh­men, indem sie Strom z.B. via Insel­s­o­lar­an­la­gen selbst erzeu­gen. Soweit ist es also schon gekom­men mit die­ser CDU/C­SU-geführ­ten Bundesregierung.

Die ers­te rot-grü­ne Bun­des­re­gie­rung hat­te mit dem EEG-Gesetz einen sehr guten Start hin­ge­legt. Das wur­de jetzt lei­der unter den bei­den letz­ten Bun­des­re­gie­run­gen immer mehr vermurkst.

Bit­te las­sen Sie sich nicht durch die aktu­el­le “Fake-News”-Welle und Neben­din­gen gegen unse­re Spit­zen­kan­di­da­tin im Vor­feld der Bun­des­tags­wahl blen­den. Der Kli­ma­wan­del ist kei­ne Fik­ti­on. Im Sin­ne unse­rer Kin­der und Enkel müs­sen wir han­deln. Wir brau­chen die Ener­gie­wen­de — wir brau­chen viel viel mehr Erneu­er­ba­re Ener­gien. Man kann das aber nicht “her­beil­a­bern” und Ziel­set­zun­gen rei­chen nicht. Man muss es machen! CDU/CSU haben bewie­sen, das sie das nicht kön­nen und offen­bar auch nicht wol­len. Wir brau­chen die Grü­nen als stärks­te Par­tei auf Bun­des­ebe­ne! Für eine erträg­li­che Zukunft der nächs­ten Gene­ra­tio­nen. Für eine Wirt­schaft und Wohl­stand im Ein­klang mit der Umwelt.

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